Im Kreuz die Wahrheit (Folge 1)
Kirchenkampf im Kalten Krieg
Topographie des Schreckens
Von dem Haus „Leistikowstraße Nr. 1“ in Potsdam geht für manche Menschen, wenn sie nur den Name hören, ein Schauer aus. „Halb verhungert, im Stehkarzer, nicht enden wollende Verhöre“, so beschreibt ein ehemaliger „Bewohner“ dieses Hauses seine Zeit dort. Der Zeitzeuge: Ein Häftling in den Fängen der sowjetischen Staatssicherheit: Die Räumlichkeit: eine Zelle in dem als „Untersuchungshaftanstalt“ zwar behördlich korrekt aber faktisch äußerst unzulänglich bezeichneten Verhörzentrum des KGB.
In der Nauener Vorstadt, nahe dem Neuen Garten, dem Heiligen See und dem Schloss Cecilienhof (dem Ort des Potsdamer Abkommens) hatte sich die sowjetische Besatzungsmacht einquartiert, hermetisch abgeschirmt und eingeigelt in einem Wohnbezirk mit dem sinnigen Namen „Sternenstädtchen No. 7“ – im Gefolge der Geheimdienst KGB, der hier seine Kommandozentrale hatte. In dem besagten Haus in der ehemaligen Mirbachstrasse – das bis 1945 die „Evangelische Reichsfrauenhilfe“ beherbergte und eine Pfarrerswohnung – richtete sich die „Spionageabwehr“ ein.
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