Weil der Papst nicht fehlen kann?

„Santo subito“ skandierten die Betenden auf dem Petersplatz schon in der Sterbestunde des Hirten, dem der Bittruf galt: Papst Johannes Paul II. Aber einen Heiligen Vater macht sein Titel nicht zwangsläufig auch zu einem heiligen Vater. So schnell mahlen im Vatikan auch in solchen Fällen die kurialen Mühlen nicht, wohl nicht zuletzt auf Grund historischer Erfahrungen, dass gläubiges Volk mitunter Irrungen und Wirrungen unterlegen und schon mal einem Scharlatan, diesen voreilig wie einen Heiligen verehrend, aufgesessen zu sein. Ob die kuriale Bürokratie stets vor Fehlurteilen bewahrt geblieben ist, steht auf einem anderen Blatt – manche Beatifikationen jedenfalls lassen einige Fragen offen, spätere Überraschungen nicht ausgeschlossen. Doch wenn der Papst gesprochen hat, unter dem Siegel seiner Autorität, dann steht die Sache. Das Diktum „Rex non potest peccare“ galt/gilt wohl auch für die vatikanische Monarchie, wonach der Pontifex in Ausübung seiner legalen Vollmachten nicht fehlen kann, meint doch wohl: jedenfalls nicht so richtig.

Immerhin: Um Missgeschicken bei künftigen Kanonisierungen auszuweichen, schaltete die höchste kirchliche Jurisdiktion ein kompliziertes, umfangreiches Untersuchungsverfahren vor den Urteilsspruch. Dies bedeutet, dass den Kandidaten bis zur Unterschrift des Papstes (bei positivem Ausgang natürlich) in der Regel ein zeitraubender Prozess erwartet. Auch Johannes Paul II. wird sich post mortem wohl noch einige Jahre gedulden müssen.

Ähnliches beobachtet die katholische Welt und die weitere Öffentlichkeit bei Papst Pius XII. Kein Bonus für den „Frommen“, kein Spezial für den Papa angelicus, den Engelgleichen. Seit vier Jahrzehnten schleppt sich das Verfahren zur Selig- und möglichen späteren Heiligsprechung hin. Seine geistliche Hingabe steht nicht in Frage. Seine Art der Kirchenführung im Stile des letzten Aristokarten auf dem Stuhl Petri mag einige theologische Insider wie Hans Küng erzürnen. Was nach Meinung seiner Kritiker offenbar schwerer wiegt, ist die Rolle des Diplomaten Pacelli als Nuntius nach dem Ersten Weltkrieg, als Kardinalstaatssekretär in der Zwischenkriegszeit und als Papst während des Zweiten Weltkrieges sowie in den Jahren danach. Wie einen Mühlstein hat man ihm den Vorwurf um den Hals gehängt, angesichts des Massenmords an den Juden geschwiegen oder nicht laut genug protestiert zu haben.

„Der Stellvertreter“ – Mit seinem Bühnenstück trat Rolf Hochhuth eine Lawine los.

Seitens der zuständigen Kongregation liegt inzwischen seit Monaten das Plazet zur Seligsprechung vor. Im Sekretariat des Papstes aber ruht die Empfehlung offenbar immer noch in der Mappe zur Wiedervorlage. Im Mai will Benedikt XVI. nach Israel reisen. Im Vorfeld kippte die Stimmung, weil in der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem ein Foto von Pius XII. mit nach Meinung des Vatikans diskriminierendem Begleittext gezeigt wurde.

Nach Ansicht jüdischer Kritiker hatte Benedikt mit seiner Auschwitzrede nicht nur gute Figur gemacht, jedenfalls seine Aussage zur Frage der Schuld der Deutschen an Hitlers Verbrechen betreffend. Kaum waren diese Affären bereinigt, warf ein abtrünniger Bischof mit seiner Holocaust- und Gaskammer-Leugnung die Fensterscheiben ein und die Priesterbruderschaft, ein erzkonservativer Traditionalisten-Verein outete sich bis in die jüngste Zeit mit antijüdischen Äußerungen. Diese Bruderschaft, auf der Linie des „Antimodernisten-Papstes Pius X., will Benedikt XVI in die Mutterkirche zurückholen. The Pope can do no wrong?

Salopp gesprochen: in der Schlussphase ist es mit der Causa Pio Dodici bisher dumm gelaufen. Nun drücken die Befürworter seiner Seligsprechung aufs Tempo. Ihre Bemühungen um einen Stimmungswandel zielen nicht zuletzt auf das deutsche Publikum, dieses für den „deutschen Papst“ zu gewinnen.

„Hitler´s pope“. Dem Verleger der deutschen Ausgabe ging der Titel der englischen Originalausgabe des Buches von John Cornwell offenbar zu weit. Man entschied sich für den allerdings kaum schwächeren Untertitel „Der Papst, der geschwiegen hat“. In den Veröffentlichungen der Pop-Literatur überwiegen die kritischen Töne zur Rolle der Kirche in der Zeit des Faschismus und des Nationalsozialismus.

Als Mittel zum Zweck dient eine von Papst Benedikt XVI. initiierte und vom Päpstlichen Komitee für Geschichtswissenschaften erstellte Ausstellung. Dem wissenschaftlichen Beirat steht der deutsche Theologe und Kirchenhistoriker Professor Walter Brandmüller vor. Er ist Präsident dieser Institution, sozusagen der „Chefhistoriker“ des Vatikans. Im Ehrenpräsidium der Ausstellung hat Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone den Vorsitz, langjähriger engster Mitarbeiter des Glaubenspräfekten Joseph Ratzinger und jetzt auch in beider neuem Amt. Die Ausstellung ist zurzeit in Berlin zu sehen und anschließend in München, also an den beiden Wirkungsstätten Pacellis während seiner Zeit in Deutschland. Der Ausstellung beigegeben ist ein Begleitbuch, dessen Titel das Leitmotiv von Pius XII. wiedergibt: Opus Iustitiae Pax – das Werk der Gerechtigkeit ist der Friede. (1)

Der reich bebilderte Katalog bietet mancherlei Wissenswertes zur Biographie Pacellis, insbesondere über die zeitgeschichtlich wichtigsten Stationen seines Pontifikats und gewährt Einblicke in das vatikanische Innenleben. Zu schrillen Zwischentönen kam es, und wie wohl nicht anders zu erwarten, bei der Premiere in Berlin, zwischen dem dortigen Ausstellungsgestalter und dem Dramatiker Rolf Hochhuth, der mit seinem Bühnenstück „Der Stellvertreter“ für die größte Kontroverse um den Pacelli-Papst verantwortlich ist, allerdings auch für manche Attacken auf Pius XII. unterhalb des Sprachniveaus eines Literaten. (2)

Eine Ausstellung und ein Hochglanzkatalog zur Erinnerung. Papst Pius XII. (Eugenio Pacelli) starb vor fünfzig Jahren, am 9. Oktober 1958. Das kirchliche Verfahren zur Seligsprechung ist abgeschlossen und wartet auf die Dekretierung durch Papst Benedikt XVI.

Von den Textbeiträgen in diesem Begleitbuch sind, berücksichtigt man den Zweck der Schau, keine Überraschungen zu erwarten. Dennoch fragt man gespannt, was die deutschen Autoren zu bieten haben. Ingo Langner, der im Impressum für die Produktion zeichnet, steuert hinlänglich Bekanntes vor allem über die Berliner Zeit des Apostolischen Nuntius Eugenio Pacelli bei. Dabei legt er sich mit Rolf Hochhuth an, was dann vermutlich zusätzlichen Sprengstoff bei der direkten Begegnung zwischen den beiden lieferte. Vor der Niederschrift seiner Befunde, die an vergangene Antikommunismus-Kämpfe erinnern, hätte sich der Autor allerdings etwas genauer bei Wolfgang Knauft und dessen Einschätzung zu Pacelli/Pius XII. und Berlin einlesen sollen. Vielleicht wäre dann seine Position etwas differenzierte ausgefallen. (3)

Deutlicher tritt Karl-Joseph Hummel, Direktor Forschungsstelle der Kommission für Zeitgeschichte, in den Ring. Als Mitglied des wissenschaftlichen Ausstellungs-Beirates wechselt er, auf gewisse Grundregeln seiner Disziplin verzichtend, das Rollenfach. Von Zeile zu Zeile mutiert der Gutachter immer mehr zum Verteidiger seines „Mandanten“. Er müht sich, allerhand Entlastungsmaterial aufzubieten, bis hin zur Benennung eines Kronzeugen, der wie kein anderer Kurienprälat unter Eugenio Pacelli resp. Pius XII. mit der Diplomatie des Heiligen Stuhls vertraut war und im Rahmen seiner Karriere selbst zum Akteur in der Schaltzentrale der römischen Kurie, dem Staatssekretariat, wurde: Giovanni Battista Montini / Papst Paul VI.

Gelegentlich verstrickt sich der Apologet in seiner eigenen Argumentationskette. So kritisiert er gegenüber der Konkurrenz, die lange vorherrschende Reduktion des Papstes auf eine politische Persönlichkeit und den weitgehenden Verzicht, sein geistliches, theologisches Profil zu erarbeiten, wo die neue Quellenlage nach Freigabe der vatikanischen Archivunterlagen dies doch erlaube. Andererseits konzentriert er sich selbst nahezu ausnahmslos eben auf diese politische Persönlichkeit, die schließlich ja auch den außerkirchlichen Streit um Pius XII. bestimmt. (4)

Hummels gedrängte Zitat-Sammlung, zumal in einem Kurzbeitrag, birgt gewisse Risiken. Sätze, unterbrochen von Auslassungen, fügen sich nicht schlüssig aneinander. 1938 soll Pius XII. darauf hingewiesen haben, dass die Kirche nicht dazu berufen sei, in rein irdischen Dingen und Zweckmäßigkeiten Partei zu ergreifen zwischen den verschiedenen Systemen und Methoden. Fünf Jahre zuvor ging es freilich nicht nur um rein geistliche Dinge, sondern auch um sehr diesseitige Fragen beim Abschluss des Reichskonkordats, mit dem dezidierten Widersacher der Kirche am Verhandlungstisch. 1933 habe der damalige Kardinalstaatssekretär Pacelli der Reichsregierung eine Reihe wichtiger Vertragsverletzungen vorgeworfen und, auf die berechtigten Forderungen der katholischen Kirche bestehend, fast undiplomatisch direkt angedroht, dass der Heilige Stuhl gegebenenfalls nicht umhin könne, in der ihm geeignet erscheinenden Weise bekannt zu geben, was er im Interesse des Friedens der Gerechtigkeit und Freiheit getan habe. Den rein himmlischen Frieden wird Pacelli wohl kaum gemeint haben.

Um auf das Zitat von 1938 zurückzukommen: Es ist einem Telegramm des Vatikanbotschafters von Bergen an das Auswärtige Amt entnommen. Über Diktion und Intention lässt sich nur mutmaßen. Das Datum des Drahtberichts aus Rom ist der 5. März abgefasst, also wenige Tage vor dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Prag am 15. März 1939. Ob von Bergen „Hitlers Botschafter“ beim Papst war oder der Kurie näher stand, auch zum Doppelspiel bereit war, bleibt eine nicht eindeutig geklärte Frage. Hummel kommt zu einer Einschätzung des Diplomaten, die andere Autoren nicht teilen. Diego von Bergen vertrat das Deutsche Reich von 1922 bis 1942 beim Heiligen Stuhl, länger als kein anderer deutscher Missionschef, also auch schon vor der Zeit des „Dritten Reiches.“ Lag es nicht nahe, dass er in seinen Depeschen nach Berlin die päpstliche Politik in einem Licht zeichnete, das die Nazis „beruhigen“ sollte.

Hummel warnt vor falschen Rückschlüssen aus der Tatsache, dass Pacelli mit Deutschland und den Deutschen besonders vertraut gewesen sei. Er habe gleichwohl auch trennscharf zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem katholischen Deutschland unterschieden. Vielleicht galt dies auch für von Bergen. Jedenfalls galt er auf dem Höhepunkt von Hitlers Macht als zu „schwach“, einer der Gründe, dass er kurzerhand von Ernst von Weizsäcker, dem Staatssekretär im Ribbentrop-Ministerium abgelöst wurde.

Warum Hummel die Plattform eines Ausstellungskatalogs gewählt hat, um gegen einen renommierten Fachkollegen zu Felde zu ziehen, liegt schon eher auf der Hand. So boxt er den Leibnitz-Preisträger Hubert Wolf. Er wirft diesem vor, die Figur Pacelli zu verzeichnen., in dem er diesen als Nuntius auf Durchgangsstation beschreibt, als Vertreter ewiger Wahrheiten, der in geradezu rücksichtsloser Weise sein uniformiertes, zentralistisches, römisches Modell von Kirche gegen alle deutsche Eigenheiten durchzusetzen suchte. Dabei habe sich Pacelli durch die Prinzipien des unfehlbaren Lehramtes unterstützt gefühlt. (5) Pius werde von Wolf als Vertreter eines rigiden Antimodernismus dargestellt, was zwar nahtlos in populäre Vorurteile passe, tatsächlich aber nicht zutreffend sei.

Auch den 1985 verstorbenen Klaus Scholder, Verfasser von fundamentalen Arbeiten über die Kirchen in ihrer Beziehung zum Dritten Reich, nimmt Hummel aufs Korn, in dem er seinem Senior-Kollegen und Mentor Konrad Repgen Schützenhilfe leistet. Wiederum geht es um die Legitimierung des zwischen dem Heiligen Stuhl und der Reichsregierung geschlossenen Staatskirchenvertrags vom 20. Juli 1933 und die Zurückweisung jeden Vorwurfs, mit dem Reichskonkordat habe der Papst den Nazis erst die internationale Reputation verschafft.

Nein, anders wird ein Schuh daraus. Hummel beruft sich auf Jesuitenpater Robert Leiber, den Deutsch- land-Berater von Pius XII., wonach das Ja der Zentrumspartei zum Ermächtigungsgesetz und die voreilige Erklärung der Fuldaer Bischofskonferenz vom 28. März 1933, (NSDAP auch für Katholiken wählbar, WK ), die Opposition der deutschen Katholiken gegenüber dem Hitler-Regime unmöglich machte, und nicht das Reichskonkordat. Und sei dies alles noch nicht hinreichend, den so viel gescholtenen Pius XII. zu rehabilitieren – de mortuis nil nisi bene – hält es Hummel für erforderlich, sich mit der längst erledigten Cornwellschen Injurie über „Hitlers Papst“ auseinanderzusetzen. Hitler und seine Helfer hätten diese These als frei erfunden zurückgewiesen. Dann muss es ja stimmen, kann man da nur sagen.

Auch die deutschen Bischöfe sind gut aufgestellt in Hummels zeitgeschichtlicher Skizze. Von wegen päpstliche Oberministranten und Ja-Sager mit kindlicher Ergebenheit. Sie irren, Herr Wolf, um mit Hummel zu sprechen, wenn Sie von einem solchen Idealprofil des deutschen Episkopats nach den Vorstellungen des damaligen Papstes sprechen. Rückfrage: Warum hat dann Pacelli die Faulhabersche Fassung der Enzyklika „Mit brennender Sorge“ überarbeitet, das heißt, angeschärft. Warum hatte Pius XII. Nein zu einer Bitte des Mainzer und des Regensburger Bischofs gesagt. Die beiden Hirten, in der Fuldaer Bischofskonferenz für die liturgische Fragen zuständig, hatten um Erlaubnis nachgesucht, bei bestimmten Gelegenheiten, zum Beispiel im Rahmen der kirchlichen Trauung, auf die Erwähnung von Namen aus dem Alten Testament verzichten zu dürfen, mit Rücksicht auf die vom Bazillus des Nationalsozialismus nicht ganz unverschont gebliebenen katholischen Schäflein.

Gewiss: es gibt nicht nur Negatives über den Weltkriegs-Papst zu berichten. Eine ausführlichere Würdigung hätte die Zusammenarbeit zwischen Pius XII. und der militärischen Opposition verdient. Seine eigene Mittler-Rolle zwischen dem Widerstand und den Westalliierten beschränkte sich nicht auf Ende 1939/Anfang 1940. Auch die Radio-Ansprache von Weihnachten 1942 war eindeutig gegen den Rassismus der Nazis gerichtet. Aber was war mit der Allokution, der Konsistorial-Ansprache am Vorabend, an Heiligabend also, den theologischen Vorbehalten gegenüber dem Judentum? Jerusalem, das Schuld auf sich genommen hat auf einem Weg „bin hin zum Gottesmord?“.

Zum guten Schluss übernimmt Hummel die Auffassung Max Pribillas (6). Es sei das gläubige Christentum am Ende die einzige Macht gewesen, „ über die der Nationalsozialismus nicht Herr geworden ist, und die – freilich mit vielen Wunden – noch aufrecht stand, als er zusammenbrach. Und Pribilla fügte hinzu:… auch wenn der Einfluss der christlichen Kirchen nicht ausgereicht hat, die Grausamkeiten in den Konzentrationslagern und die sonstigen Gräueltaten der Nazis zu verhindern.“

Dieses andere „katholische“ Deutschland sah Pribilla in Konrad von Preysing, dem Bischof von Berlin verkörpert, der in Pius seinen Unterstützer gefunden habe. War das so? Wir kennen die Formel „ad maiora mala vitanda“ aus einem Brief des Papstes an seinen Berliner Oberhirten, als Antwort auf dessen fast flehentliche Bitte nach einem öffentlichen Wort des Papstes zu den Deportationen. Intern zeigte Pius weniger Zurückhaltung in seiner Kritik an der Haltung der Ordinarien gegenüber den Regimes. Auch in dieser Hinsicht wohl, „um Schlimmeres zu verhüten“. Seine Verärgerung über die Eile der Bischöfe zu Ergebenheitsbekundungen gegenüber dem Regime noch vor Abschluss des Konkordats ist
aktenkundig.

Auch Konrad Adenauer, ein enger Freund Pribillas seit gemeinsamen Schülerjahren, war etwas anderer Meinung als sein ehemaliger Klassenkamerad. In einem Privatbrief aus dem Jahre 1946 äußert er sich messerscharf: Wenn die Bischöfe alle miteinander an einem bestimmten Tag öffentlich von der Kanzel aus dagegen Stellung genommen hätten, hätten sie vieles verhindern können. Das ist nicht geschehen, und dafür gibt es keine Entschuldigung.

Fazit: Ausstellung und Katalog sollten im Kontext des deutschen Katholizismus während der Zeit der Nazi-Diktatur beurteilt werden. Es bleibt dann immer noch genug an Fragen, die „Rom“ betreffen. The Pope can do no wrong? Man darf gespannt sein, wie letztlich das zeitliche Urteil über Pius XII. ausfällt.

Fußnoten:

1) Päpstliches Komitee für Geschichtswissenschaften (Hrsg.): Opus Iustitiae Pax. Eugenio Pacelli – Pius XII. (1876-1958). Katalog zur Ausstellung. Deutsche Ausgabe/ 1. Auflage 2009. Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2009.

2) „Streit über Berliner Ausstellung zu Papst Pius XII. , in: Informationen der Gesellschaft Katholischer Publizisten GKP, Ausgabe II/2009.

3) Wolfgang Knauft: Konrad von Preysing. Anwalt des Rechts. Der erste Berliner Kardinal und seine Zeit. (insbesondere S. 128 ff.) Morus Verlag. Berlin 1998

4) Karl-Joseph Hummel: Der Nuntius, die Deutschen und der Papst. Zum Stand der Debatte um Eugenio Pacelli/Pius XII. nach Öffnung der Archive. Aufsatz in dem hier besprochenen
Katalog zur Ausstellung „Opus Iustitiae Pax“.

5) Hubert Wolf: Papst und Teufel. Die Archive des Vatikans und das Dritte Reich. Verlag C.H. Beck. München 2008.

6) zitiert nach Max Pribilla: Das Schweigen des deutschen Volkes, in: Stimmen der Zeit 139 (1946/47).

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