Ora et labora
Ein deutsches politisches Monatsmagazin bringt regelmäßig gegen Ende des Blattes eine kleine philologische Gedenkecke, wo unter Verzicht auf ausschweifende Expertenmeinung kurz und bündig jedesmal einige „gefährdete Wörter“, aber auch „untergegangene Wörter“ sowie „neu entstandene Wörter“ aufgelistet werden. Eine kurze Nachdenklichkeit über diese Mitteilungen führte mich zurück zu einem Spaziergang am Vortag entlang dem Rheinufer meiner Heimatstadt. Die Augenblicke am Strom sind immer wieder ein Erlebnis. Das im Jahresreigen wechselnde Schauspiel der Natur, das Leben am und auf dem Strom, die Erinnerung an die geschichtlichen Ereignisse dieser Völker verbindenden aber immer wieder trennenden Grenzlinie, in so vielen Romangeschichten beschrieben, dann den vorbeifahrende Schiffen nachzusehen, bis mit ihnen der Blick an der Flussbiegung fernen Traumzielen entgegeneilt einen Hauch von Fernweh stimulierend oder doch ein wenig Reiselust.
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