Archiv des MonatsMay, 2010

Königin Silvia und das Dritte Reich

Unter der Überschrift “Schweden schämt sich für Königin Silvia“ berichtete der „Wiesbadener Kurier“  in seiner Ausgabe vom 21. Mai  über Äußerungen der Monarchin zur NS-Vergangenheit ihres deutschen Vaters.  Aus einem Interview im Rahmen einer Fernsehdokumentation mit einem Stockholmer Sender  wird sie mit den Sätzen zitiert: „Man muss psychologisch verstehen, wie das war, als Deutschland sich plötzlich wieder aus der Asche erhob. Und diese Freude darüber , dass das Vaterland wieder da war. Deshalb stützte mein Vater Deutschland und wurde Parteimitglied.“

Der Hintergrund, den ein schwedischer Historiker im Jahr 2002 enthüllte , wie der dpa-Korrespondent Thomas Borchert aus Stockholm berichtet:  Silvias Vater  Walther Sommerlath (1901 – 1990), damals Geschäftsmann im brasilianischen Sao Paulo, sei 1934  dort der Auslandsorganisation der NSDAP beigetreten.

Schwedens derzeitige  Königin,  1943 in Heidelberg geboren, hatte 1976 den seit 1973 regierenden König Carl XVI. Gustav geheiratet.  Als Hostess bei den Olympischen Sommerspielen von 1972 in München war sie dem damaligen Kronprinzen Carl Gustav  zum ersten Mal begegnet.

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Reicher Papst – Armer Papst

Gianluigi Nuzzi: Vatikan AG. Ein Geheimarchiv enthüllt die Wahrheit über die Finanz- und Politskandale der Kirche.  Deutsche Ausgabe. Ecowin-Verlag, Salzburg.  2010.

Wieviel Geld hat der Papst in seinem Portemonnaie? Antwort:  Keines, denn er trägt keine Geldbörse mit sich herum. Rechnungen, wenn überhaupt, begleichen andere.  Privatsekretär Stanislaw Dziwisz,  seinem Herrn Johannes Paul II stets wie ein Schatten folgend,  pflegte auf Auslandsreisen gelegentlich eine kleine  Aktentasche mit sich zu führen,  aus der schon mal ein Geldschein in die Hand eines bedürftigen Menschen wechselte.

Wieviel aber hat der Papst auf seinen Konten? Millionen, Milliarden?  Erste Antwort:  Bekannt sind einige vatikanische Geldinstitute und Administrationen,  die mit Geld umgehen:   Die Vermögens-verwaltung des Heiligen Stuhls (Amministratione del Patrimonio della Sede Apostolica  APSA ); die Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Heiligen Stuhls, eine Art  „Zentralbank“ des Vatikans;  die Kongregation für die Evangelisierung der Völker;  dann das von allerlei Gerüchten und Finanz- Skandalen aus der Vergangenheit umrankte „Institut für die Werke der Religion (Istituto per le Opere di Religione IOR), kurz die „Vatikanbank“.  Und schließlich:  Verfügt der Papst nicht über eine geheime Privat-Schatulle,  deren Inhalt und Verwendungszweck in ganz allein  angehen?

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