Archiv des MonatsJune, 2010

Kirchen-Austritt leicht gemacht?

„Austritt? Gibt´s nicht“ – unter diese von der ZEIT gewählten Überschrift (Unterzeile: Warum die Tauf ewig währt) befasst sich Robert Leicht, der ehemalige Chefredakteur und derzeitige politische Korrespondent des Hamburger Wochenblattes (Nr. 26 / S.4) mit dem ebenso aktuellen wie brisanten Thema, das vor allem die römisch-katholische Kirche trifft. Leicht, prominenter evangelischer Publizist, war in den Jahren 1997 bis 2003 Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD. Der nachfolgende Brief setzt sich mit der von Leicht vertretenen Auffassung kritisch auseinander. Einige Flüchtigkeitsfehler wurden nachträglich korrigiert.

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Nationalsport Fußball

Es  spielten in einem international besetzten Fußball-Turnier in Südafrika  mit dem Ziel,  Sieger  und damit  „Weltmeister“ in dieser Sportdisziplin für die nächsten vier Jahre zu sein, unter anderem die „Three Lions“, die  „Black Stars“,   „Les  Bleus“, die „Squadra Azzurra“,   „La albiceleste“,  die  „Selecao“ – wobei  letztere in der deutschen Übersetzung mit „Auswahl“  am klarsten den  Typus der Fußballmannschaft wiedergibt, die ihre Kräfte auf dem grünen Rasen messen.   Insofern spielte nicht „Deutschland“, sondern die „Auswahl des DFB, also des Deutschen  Fußballbundes.  Und der Kenner weiß selbstverständlich, um welche Mannschaften es sich bei den vorgenannten handelt, trotz aller semantischen Verschnörkelungen und Mystifizierungen.

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Die Hochzeit von Stockholm

In Schweden wurde am vorletzten  Juni-Wochenende 2010 eine Eheschließung von den geladenen Gästen ausgiebig gefeiert, „bis in die Puppen“, wie die bei solchen Anlässen reichlich vertretenen  Hofberichterstatter schwärmten.  Die einschlägigen Hochglanz-Postillen werden noch lange von der „Traumhochzeit“ zehren,  zumal   Schwedens Kronprinzessin  nach langem  Ringen mit dem königlichen Vater einem Bürgerlichen das „Ja-Wort“ gab.  Auf die „Royals“ in aller Welt ist Verlass, dass der Stoff für mehr oder weniger geschmackvolle Intimgeschichten in den einschlägigen Blättern nicht zur Neige geht, zur Versorgung einer unter diesbezüglicher Deprivation (eine „Spiegel“-Formulierung)  leidenden Leserschaft, insbesondere zur Lektüre unter der Haube des Lieblings-Coiffeurs.  Etwas daran auszusetzen?  Eigentlich nicht.  Hinzuzufügen wäre, dass dieses soziale Phänomen insbesondere in Ländern mit republikanischer  Staatsform zu beobachten ist. Selbst die eine oder andere Palastaffäre,  wenn Silvio in Rom oder Sarko in Paris schon mal aus dem Rahmen fallen oder  der Bewohner von Schloss Bellevue  kurz entschlossen  seinen Mietvertrag kündigt – das ist nichts gegen Affären bei Hofe um „wer mit wem“.

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