Internet und Werbung 1: Zielgenaue Werbung
Das Internet ist allen anderen Medien in einem Punkt überlegen: Es bringt die Werbung sehr viel näher an die Interessenten, wenn diese z.B. einen Suchbegriff bei Google eingeben und dann gleich auf die Webung klicken, die dem Begriff zugeordnet werden kann. Wer wirbt, kauft bei der Suchmaschinenwerbung nicht Werbezeit, sondern direkt die Effektivität der Werbung, nämlich Klicks. So nahe, wie die Suchmaschinenwerbung das Angebot an die Aufnahmebereitschaft der Nutzer heranführt, kann das kein anderes Medium, abgesehen vom Mailings, die den Briefkasten der jeweiligen Zielgruppe erreichen. Weil Suchmaschinenwerbung auch mit kleinen Budgets Erfolg bringt, bietet das Internet gerade dem Mittelstand Möglichkeiten, die bisher aus finanziellen Gründen nicht bestanden.
Mit Google-Adsense verzweigt sich die Suchmaschinenwerbung noch mehr, denn Homepagebetreiber, so auch kath.de, können ihre Redaktionen u.a. damit finanzieren, dass sie Google die Möglichkeit bieten, auf Angebote bezahlter Werbung zu klicken. Meist wird der Nutzer sowieso über eine Eingabe bei Google auf die Seite gekommen sein, so z.B. in das Vatikan – Lexikon http://www.kath.de/kurs/vatikan/ von kath.de. Wer sich mit den Inhalten beschäftigt hat, ist eher bereit, auf eine Werbezeile zu klicken, als wenn die Werbung nur in der Suchliste von Google auftaucht.
Es gibt natürlich auch die klassische Werbung im Internet, Bannerwerbung wird sie genannt. Im Unterschied zu einer Zietungsanzeige kann der Nutzer gleich auf die Seite des Werbetreibenden kommen und sich weiter informieren, sich das Produkt ansehen, sich die Couch mit unterschiedlichen Stoffen bespannen lassen, sich über die Mehrkosten informieren, wenn er den Wagen mit vier Türen kauft, oder einige Seiten in dem Buch lesen. Im Unterschied zur Printausgabe bietet die Onlineausgabe einer Zeitung diese Werbemöglichkeit, die bei Youtube eingestellten Videos und demnächst auch die Fernsehwerbung, wenn man die Sendung über das Netz anschaut.
Wie jede Plakat-, Illustrierten- oder Fernseh-Werbung hat auch die Bannerwerbung die Funktion, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Bei den vielen Parfum- Kleider- oder Handymarken muss sich jeder Anbieter auf dem Markt zeigen, damit bei einer etwaigen Kaufentscheidung der Kunde im Bewusstsein hat, das es z.B. ein Smart-Phone von diesem bestimmten Hersteller gibt. In dem Maße, wie Ausbildungsinstitutionen um Studierende werben, müssen die Anbieter von Bildung ebenfalls auf sich aufmerksam machen. Das ist die Chance für spezialisierte Websites und die neuen Plattformen wie StudiVZ. Auch bei der Bannerwerbung spielt das Internet seinen Vorteil aus, direkt verlinken zu können.