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90% der Kinder mit der Bibel erreichen

Die Evangelische Kirche in Deutschland setzt sich ein ehrgeiziges Ziel: „90% aller Kinder eines Jahrgangs sollten im Laufe ihrer ersten sechs Lebensjahre mit biblischen Geschichten und christlichen Symbolen, mit christlichen Festen und kirchlichen Traditionen sowie ihren modernen Vermittlungsformen in Berührung kommen….;“ heißt es in „Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert“, veröffentlicht am 6. Juli 2006. Beiden Kirchen in Deutschland stehen für diese Zielsetzung die eigenen Kindergärten zur Verfügung. Aber sie erreichen mit diesen pädagogischen Einrichtungen nicht 90% der Kinder. Wenn die Forderung ernst gemeint ist, müssen Bibelprogramme, Feiertagssendungen u.a. für Fernsehen, zum Download und als DVD auf den Markt kommen. Das ist wohl angezielt mit den „modernen Vermittlungsformen“. Wenn die Medien entschlossen eingesetzt werden, kann das Ziel erreicht werden. Im Kinderkanal bisher gezeigte Bibelserien hatten bei den Kindern eine sehr gute Resonanz. http://www.ekd.de/presse/pm141_2006_perspektivpapier.html

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10,5 Stunden täglich Medien

600 Minuten, das sind 10 Stunden, ist der Durchschnittsbürger täglich in den Medien, 221 Minuten, d.h. 3 Stunden und 41 Minuten wird Radio gehört, eine Minute weniger ferngesehen. 45 Minuten entfallen auf CD’s, das Internet wird 44 Minuten besurft, für die Tageszeitung bleiben im Schnitt 28, für Buchlektüre 25 Minuten.

Interessant ist die Aufshclüsselung, wieviel Menschen pro Tag durch ein Medium erreicht werden. Hier ist das Fernsehn Spitzenreiter, 89% der Bevölkerung schalten den Apparat täglich ein, 84% das Radio. Die Tageszeitung liegt noch vor dem Internet, 51% der Bundesbürger schauen täglich in die Zeitung, erst 28% ins Internet. Die Zahlen finden sich in der Nummer 9. 2005 der Zeitschirft “Mediaperspektiven” unter http://www.ard-werbung.de/showfile.phtml/09-2005_ridder_engel.pdf?foid=15614 alle fünf Jahre werden im Auftrag von ARD und ZDF zu allen Medien die Nutzungsdaten erhoben.

Wenn sich die Kirchenleute fragen, wo sie die Menschen treffen können: In den Medien sind sie über 10 Stunden unterwegs; die Älteren mehr in der Zeitung und im Fernsehen, die Jüngeren mehr im Radio und im Internet.

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Medien trennen die Gesellschaft

Das Druchschnittsalter der Zuschauer von ARD und ZDF liegt bei 58 Jahren. Die Zuschauer der Privaten sind im Schnitt nur 43 Jahre alt. 15 Jahre ist das Publikum der Privaten jünger als das der “Öffentlich-Rechtlichen”. Das Gleiche gilt für die Kirchen. Das Durchschnittsalter der Kirchenmitglieder, die sich aktiv am Gemeindeleben beteiligen, entspricht dem der öffentlich-rechtlichen Sender. Internet- und Handynutzer sind auch eher der jüngere Teil der Bevölkerung. Nimmt man noch das Radio hinzu, dann wird die Teilung der Bevölkerung noch deutlicher. Eigenartigerweise führt diese Verschiedenheit nicht dazu, daß sich ältere und jüngere Generation bekämpfen. Sie sind einfach verchieden. Was die Medien betrifft, leben sie in zwei Welten und das sind viel Stunden am Tag. Das kann auf die Dauer nciht gut gehen, vor allem nicht für die Kirchen.

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